Nichts als die Wahrheit

27. März 2010

Hello Android!

Filed under: Android, Entwicklung, Tutorial, ubuntu — Argeleb @ 16:41

Schritt 1: Installation des Android SDK

Um Android Anwendungen entwickeln zu können ist es nötig ein Android SDK zu installieren. Auf der Web-Site des Android Projekts gibt es die Auswahl, für welches Betriebssystem man das SDK herunterladen möchte. Leider gibt es keine Version für 64 Bit Linux, daher muss man das 32 Bit SDK herunterladen.

Glücklicherweise wird auf der Installationsseite genau beschrieben, welche Software man auf einem Ubuntu-System installieren muss, damit das Android SDK verwendet werden kann. Vor allem muss man die 32 Bit Unterstützung, Sun-Java und Eclipse installieren:

apt-get install ia32-libs

apt-get install sun-java6-bin

Da leider in den Ubuntu-Repositories keine aktuelle Eclipse Version angeboten wird, sollte man Eclipse direkt von der Eclipse-Download Seite herunterladen, denn für die Android Development Tools (ADT) wird mindestens Eclipse 3.4 vorausgesetzt.

Nachdem nun alle Voraussetzungen erfüllt sind, kann das Android Starter Package für Linux heruntergeladen werden und anschließend in einem beliebigen Verzeichnis entpackt werden:

tar xvzf android-sdk_r05-linux_86.tgz

Das Basis Verzeichnis des SDK befindet sich dann unter android-sdk-linux_86

Mit dem Starter Package hat man allerdings noch kein vollständiges SDK. Um die Installation zu vervollständigen muss der Android SDK and AVD Manager aufgerufen werden:

<sdk-verzeichnis>/tools/android

Android SDK Manager mit ausgewählten Paketen für das Android SDK 2.1

Unter den Available Packages finden sich alle Versionen des Android SDK. Für die Zwecke dieses kleinen Einführungsbeispiels dürfte die Version nicht relevant sein, daher kann man ruhig die aktuellste Version, hier die Version 2.1 installieren. Nach einem Klick auf Install Selected lädt der SDK Manager die benötigten Dateien herunter und installiert sie. Vorher muss man noch den Lizenzbestimmungen für die einzelnen Komponenten zustimmen.

Schritt 2: Installation der Android Developer Tools

Für die Entwicklung von Android bietet sich Eclipse an, da es sich bei Android Anwendungen um Java Programme handelt. Um Android Anwendungen mit Eclipse zu entwickeln, müssen die Android Developer Tools (ADT) installiert werden. Hierfür gibt es die Update-Site des Android-Projekts: https://dl-ssl.google.com/android/eclipse/

Dazu öffnet man in Eclipse den Update-Manager unter Help/Install New Software. Dort fügt man dann die oben genannte Update-Site hinzu:

Eintragen der Update-Site des ADT in Eclipse

Anschließend kann man dann die Developer Tools auswählen und installieren:

Installation der Developer Tools

Schritt 3: Ein erstes Programm

Bevor wir ein erstes Programm entwickeln, müssen wir noch die Testumgebung einrichten. Wir benötigen ein virtuelles Gerät (Android Virtual Device (AVD)), auf dem wir die Software laufen lassen können, doch zuvor müssen wir Eclipse noch mitteilen, wo sich das Android SDK befindet.

  1. In den Android Preferences (Window > Preferences > Android) muss das SDK-Basis-Verzeichnis eingetragen werden:

    Einstellung des SDK Pfades

  2. Starten des Android SDK and AVD Managers (in Eclipse unter Window > Android SDK and AVD Manager)
  3. Anlegen eines neuen Virtual Device
  4. Wir geben dem Gerät den Namen TestDevice, und als Target wählen wir Android 2.1 – API Level 7 aus:

    

    Erstellen eines neuen Virtual Device

  5. Nachdem das virtuelle Gerät angelegt ist, können wir ein erstes Projekt erstellen

Erstellen eines Android Projekts

In Eclipse kann nun mit dem Android Projekt Assistenten ein neues Projekt erstellt werden (File > New > Android Project):

Android Projekt Assistent

  1. Als Name wählen wir android.hello (dabei handelt es sich um den Eclipse-Projektnamen)
  2. Als Application name stellen wir Hello Android ein
  3. Der Package Name muss aus mindestens zwei Identifiern bestehen, warum das so gefordert wird, ist mir jedoch unklar. Aber es ist sowieso gute Praxis, einen Pacakge Namen wie hier anzugeben: com.wordpress.argeleb.android.hello
  4. Wir erzeugen eine Activity, da diese in den allermeisten Fällen erstellt wird, auch wenn sie optional ist. Der Assistent generiert eine Klasse, die von der Android Klasse Activity abgeleitet ist.

Der Assistent ist so freundlich und hat bereits eine GUI-Datei angelegt, in der der Text Hello World, HelloActivity zu lesen ist:

Jetzt kann man bereits diese rudimentäre Anwendung ausführen, indem man im Kontextmenü des Projekts den Punkt Run As > Android Application auswählt. Nach eine gewissen Ladezeit des Emulators erscheint dann folgendes Bild:

Android Emulator mit geladener Hello World Anwendung

Das war’s im Prinzip. Viel Spaß beim herum experimentieren!

Weiterführende Literatur findet sich auf den Entwickler-Seiten des Android Projekts.

19. Februar 2010

KDE Tutorial: Teil 3, Qt Exkurs

Filed under: C++, Entwicklung, KDE, Open Source, Tutorial — Argeleb @ 19:56

In diesem dritten Teil möchte ich ein wenig auf die Details des Qt-Framworks eingehen. Das Qt-Programm, das ich entwickelt habe ist ein GUI für einen sehr speziellen Aufruf des Kommondozeilen-Programms mencoder. Dieses erste Program hat keine KDE Bestandteile, sondern ist ein pures Qt-Program, das mit Hilfe der IDE QtCreator entwickelt wurde.

Ich habe auf der Projektseite alle Dateien, auch die generierten Dateien eingecheckt.

Leider ist es nicht so leicht möglich, hier mit WordPress Quelltexte vernünftig zu formatieren, daher habe ich diesen Teil wieder in ein PDF auf der Projektseite (oder auch als OpenDocument) zu dieser Tutorial-Reihe abgelegt. Viel Spass beim Lesen…

19. November 2009

KDE Tutorial, Teil 2: Ein erstes Programm mit Hauptfenster

Filed under: C++, Entwicklung, karmic, KDE, linux, Open Source, Tutorial, ubuntu — Argeleb @ 17:03

In diesem zweiten Teil entwickleln wir das erste KDE Programm. Da mir persönlich das Blog-Interface zu wenig Ausdruckmöglichkeiten bietet, habe ich das Tutorial mit OpenOffice geschrieben.

Ausserdem habe ich auf Google Code ein Projekt für das Tutorial angelegt. Dort befindet sich dann auch der Text.

Weiter mit dem Tutorial auf Google Code (PDF)

Referenzen:

18. November 2009

KDE Tutorial, Teil 1: Einrichtung der Entwicklungsumgebung [Update]

Filed under: C++, Entwicklung, karmic, KDE, linux, Open Source, Tutorial, ubuntu — Argeleb @ 09:30

Wenn man sich auf den Seiten des KDE-Projektes nach Informationen zur Entwicklung von KDE-Programmen umsieht, könnte man schnell den Eindruck gewinnen, man müsse die komplette Desktopumgebung kompilieren. Das ist natürlich nicht notwendig. Aber man muss schon ein paar Komponenten installieren, damit man vernünftig arbeiten kann.

Jeder Programmierer ist anders und hat besondere Vorlieben, was Editoren usw. angeht. Hier sei nur KDevelop erwähnt, da es das „natürliche“ Instrument für die KDE-Softwareentwicklung sein sollte. Aber Vorsicht, die Version, die mit Karmic ausgeliefert wird, ist immer noch eine Beta-Version.

Manch einer, allen voran Andreas Pakulat, ist über die Entscheidung der Kubuntu Entwickler, eine Beta-Version in einer stabilen Distribution auszuliefern, nicht sonderlich glücklich. Zum Teil kann ich die Kritik nachvollziehen, allerdings darf sich das KDevelop-Team durchaus auch an die eigene Nase fassen, denn schließlich existiert KDE4 nun schon seit mehr als zwei Jahren, und es gibt immer noch keine stabile Version der Haupt-IDE. So gesehen erzeugt diese Vorgehensweise Druck auf die Entwickler (mal abgesehen davon, dass sie ja jederzeit ein PPA mit der aktuellsten Beta für Ubuntu bereitstellen könnten). So wie es jetzt aussieht, soll KDevelop wohl mit KDE 4.4 fertig werden.

Resourcen

Benötigte Programme und Bibliotheken

Im folgenden habe ich versucht, alle Pakete zusammenzufassen, die man für die Entwicklung benötigt. Da auf meinem Rechner nach mehreren Versuchen bereits alles vollständig installiert war, habe ich eine VM mit nacktem Kubuntu aufgesetzt, und nach und nach alle Pakete installiert, die gefehlt haben. Nichts desto trotz kann es sein, dass diese Liste nicht vollständig ist.

CMake

CMake ist ein plattformunabhängiger Generator für Build-Dateien. Unter Linux werden mit seiner Hilfe Unix-makefiles erzeugt. Statt komplizierte makefiles zu bearbeiten, wird für die Entwicklung von KDE4 Programmen lediglich eine CMakeLists.txt benötigt. Wenn die Vorraussetzungen erfüllt sind, erzeugt cmake alle notwendigen Dateien.

Um cmake unter Kubuntu zu installieren, gibt man auf der Konsole folgenden Befehl ein:

sudo apt-get install cmake

Näheres zu KDE4 und cmake kann man auf der KDE-Techbase nachlesen

Compiler

Um KDE Programme in C++ zu entwickeln, wird der C++ Compiler benötigt, den man mit folgendem Befehl installiert:

sudo apt-get install g++

Anmerkung: Wenn dieses Paket nicht installiert ist, stürzt KDevelop 3.9.95 beim Erzeugen eines neuen Projektes einfach ab.

kdevelop4 (Version 3.9.95)

Dieses Tutorial beschreibt die Entwicklung von KDE4 Programmen unter anderem mit Hilfe des neuen KDevelop4. Mit Kubuntu 9.10 befindet sich die Beta 5 in den Repositories. Folgender Befehl installiert kdevelop:

sudo apt-get install kdevelop

[Update] Statt der veralteten Beta 5 sollte man lieber auf eine aktuellere Version ausweichen. Auf dem Blog von Dr. Danz befinden sich aktuelle PPAs von KDevelop für Jaunty und Karmic

Nachdem man kdevelop startet und versucht ein neues Projekt mit einem Template anzulegen, wird man feststellen, dass kein KDE4-Template vorhanden ist. Das Paket kapptemplate im kdesdk beinhaltet einige Projekt-Templates für KDE:

sudo apt-get install kdesdk

Entwicklungspakete

Folgende Pakete müssen noch installiert werden, damit man KDE4-Programme entwickeln kann:

sudo apt-get install kdelibs5-dev

kdevelop kompilieren

Um mit der aktuellsten Version von KDevelop zu arbeiten, muss das Paket von der KDevelop Homepage heruntergeladen werden. Um KDevelop kompilieren zu können, ist zusätzlich das Entwicklungspaket des KDE-Workspace notwendig, das mit folgendem Befehl installiert werden kann:

sudo apt-get install kdebase-workspace-dev

Nähere Informationen zum Erstellen von KDevelop aus den Quellen können auf der Seite des Projekts gefunden werden.

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